Auftrag: Flußüberquerung !

Am Sonntag den 10.01.2016 setzten Heiko aka  "Panzerknacker" und ich ein weiteres Spiel an, Thore aka "No.1" stieg mit ein.

Aufgrund der begrenzten Zeit die uns zur Verfügung stand dachten wir uns auf die schnelle ein Flußübergangsszenario aus. Aufgabe der gemischen Kampfgruppe aus amerikanischen und britischen Truppen war es, den Fluß zu überqueren und einen Brückenkopf zu bilden.

Dazu standen den Alliierten (Panzerknacker + No.1) folgende Truppen zur Verfügung:

4 x 10er-Trupp

2 x M3 Scout Car

2 x Willy`s Jeep

4 x Ford GPA Schwimmwagen ( da noch nicht genug GPA`s fertig waren, wurden einer durch ein M29 Utility vehicle dargestellt).

 

Die deutschen Truppen (GumSmith) sollten den Übergang verhinder. Dazu standen Ihnen folgende Truppen zur Verfügung:

1 x 10er-Trupp mit 2 cm Flakvierling und 7,5 cm le. IG 18 + 2 MG

1 x 10er-Trupp mit le.Granatwerfer, Flammenwerfer und MG

1 x 5er-Trupp mit Flammenwerfer

dazu verteilt einige Panzerfäuste

1 Scharfschütze

3 Sandsackstellungen

 

Beide Seiten erhielten von vornherein 2 Geländemarker, die sofort nach der ersten Runde begannen, Ressourcenpunkte zu produzieren.

Da ich keinen Schimmer hatte, wo der Angriffsschwerpunkt liegen würde, mußte ich meine Truppen entlang des ganzen Flussufers verteilen. Der 2 cm Flakvierling ging wieder auf der Brückenrampe an der Strassenbrücke in Stellung, diesmal aber nach links versetzt. So konnte er einen möglichst weiten Bereich des Flusses links der Brücke bestreichen und die Brücke selbst absichern. Entlang des offenen Ufers links der Brücke ging der 2. 10er-Trupp in Stellung. In der Senke zwischen den Brückendämmen postierte ich das IG 18 und ein MG hinter einer Sandsackstellung,  um ein Übersetzen im Feuerschatten unter den Brücken zu verhindern. Rechts davon der Kommandostand hinter einer Sandsackstellung mit MG, Offizier und Funker.

Die Eisenbahnbrücke konnte ich nur schwach durch den 5er-Trupp sichern, der gleichzeitig etwas zurückgestellt in Reserve stand und die Flanke des IG 18 decken mußte.

Der Schütze auf dem Dach sollte den Feind verwirren - der dachte, das wäre der Scharfschütze - tatsächlich war er aber Teil des Zehnertrupps am flachen Ufer, der Scharfschütze lauerte woanders.

Die Alliierten stürmten zügig vor in Richtung Brücke, allerdings offenbarte sich hier schon eine gewisse Abstimmungsproblematik unter den Alliierten. Die Kommandostrukturen waren anscheinend nicht gut eingespielt.

Auf deutscher Seite erwartete man nervös den feindlichen Angriff, nur der 5er-Trupp Fallschirmjäger wurde näher an die Eisenbahnbrücke herangezogen. Noch immer war nicht ersichtlich, was der Feind plant.

Plötzlich konzentriete sich die geballte Streitmacht in der Mitte.

Der Schütze auf dem Dach wechselte die Stellung und ging eine Etage tiefer, damit nicht auffällt das es sich bei ihm nicht um den Scharfschützen handelt.

Bei den Alliierten hatten man so etwas wie einen Plan beschlossen der den deutschen Kommandeur vollends verwirrte, da es nach einem geballten Angriff im Zentrum aussah, direkt im Feuerbereich der schweren Waffen ???

Tatsächlich, die Schwimmwagen wollten direkt im Feuerbereich des IG 18 übersetzen. Es kam, wie es kommen mußte, Verluste über Verluste...

Sofort wurde das MG ans Ufer vorgezogen, durch einen Sprint kam noch Verstärkung vom 5er-Trupp an der Eisenbahnbrücke hinzu.

Nachdem die Alliierten sich die erste blutige Nase an der Wasserlinie geholt hatten, zogen sich die Überlebenden des Übersetzversuches zurück, während an der Brücke die anderen beiden 10er-Trupps den Angriff auf die Strassenbrücke begannen - schlecht koordiniert, sagte der deutsche Kommandant, trotzdem ist die Lage noch kritisch...

Ein Stellungswechsel des Flakvierlings war angesagt, sonst würde der Vorstoß der Jeeps für die Deutschen eine Katastrophe bedeuten.

Funker und Flakbediener sind die ersten Verluste auf deutscher Seite.

Im Gegenzug werden die Jeeps abgeschossen. Die Verluste der alliierten  Infanterie bleiben dabei gering.

Die Überlebenden der Amphibien-Trupps marschieren auf die  Eisenbahnbrücke und können das Feuer aus der Flanke eröffnen. Verflucht, und der Trupp der das offene linke Ufer gesichert hat, ist gerade erst auf dem Weg zur Strassenbrücke. Das wird hart.

Endlich stoßen die Alliierten auf der Strassenbrücke entschloßen und geballt vor, dort entbrennt ein heftiger Kampf mit schweren Verlusten auf beiden Seiten.

Durch umgruppieren kann der alliierte Vorstoß an der Eisenbahnbrücke abgeriegelt werden.

Leider habe ich bei den letzten beiden Spielzügen keine Fotos mehr gemacht. Im weiteren Verlauf kann durch das Sperrfeuer der hastig zusammengerafften Kräfte an der Eisenbahnbrücke der alliierte Vorstoß zerschlagen werden unter schwersten Verlusten für die Amerikaner.

An der Strassenbrücke sieht es zuerst nach einem Durchbruch aus, doch durch einen Sprint erreicht der 10er-Trupp vom linken Flügel rechtzeitig die Strassenbrücke. Der Flammenwerfer löscht einen kompletten britischen Trupp aus, Vierlingsflak und Infanteriefeuer beenden auch hier die Krise.

 

Abschließend muß ich sagen, das ich nur durch Glück gewonnen habe, hier war die Konzeptionslosigkeit der alliierten Kommandeure meine stärkste Waffe. Den Übersetzversuch ausgerechnet da zu versuchen, wo ich das IG 18 und ein MG in Stellung gebracht hatte, war wirklich selbstmörderisch. Und den Angriff auf die Strassenbrücke erst nach dem Übersetzversuch zu beginnen, erlaubte mir meine Kräfte umzugruppieren und zusammengefaßt erst gegen den einen, dann gegen den anderen Angriff einzusetzen.

Ein schönes Spiel dessen für mich glücklicher Ausgang überraschend war.