Special: Jagdpanzer 38(t)

Eines der Fahrzeuge des 2.Weltkrieges die mich besonders interessieren und begeistern ist der Jagdpanzer 38(t), gemeinhin (und wohl fälschlicherweise) auch "Hetzer" genannt.

Entwickelt bei Praga als Kampfpanzer TNHP LT vz.38 wurde das Fahrzeug 1939 bei Besetzung der Tschechei durch die deutsche Wehrmacht aufgrund seiner modernen Konzeption und Qualität in den bestand der deutschen Panzertruppe als Panzerkampfwagen 38 (t) eingegliedert und durch den Hersteller Praga noch in großer Stückzahl für die Wehrmacht weiterproduziert.

Ab Sommer 1941 erwies sich der 38 (t) als zu schwach gepanzert und bewaffnet gegen die schwereren Panzer der Alliierten, vor allem im Osten gegen T 34 und KV I.

Da sich das Fahrgestell  für eine Verstärkung der Panzerung und den Einbau einer stärkeren Waffe nicht eigneten, improvisierte man einige leichte Panzerjäger mit einem leichtgepanzerten offenen Aufbau unter Verwendung der russischen 7,62 cm M 3 und später der deutschen 7,5 cm Pak 40.

Der offene, leichtgepanzerte Aufbau  bot der Bedienung nur leichten Schutz gegen Infanteriebeschuß, die Höhe des Aufbaus machte das Fahrzeug in offenem Gelände leicht sichtbar. So begannen schon früh Planungen zu einem Sturmgeschütz auf Panzer 38 (t) die schließlich zur Entwicklung des Jagdpanzer 38(t) führten. Insgesamt wurden von 1944 bis Kriegsende im Mai 1945 noch ca. 2800 Stück für die Wehrmacht gefertigt.

Nach dem Krieg wurde der kleine, wendige Jagdpanzer in der Tschechoslowakei weiterproduziert und in der tschechischen Armee ebenso verwendet wie auch exportiert.

Die Schweizer Armee führte das Fahrzeug als Panzer G 13 bis 1970 in Ihrem Bestand.

 

Da ich mich dieses Fahrzeug sehr stark interessiert, habe ich über die Jahre verschiedene Bausätze angesammelt, einige angefangen und den ein oder anderen auch fertiggestellt.

In 1/72 gibt es Jagdpanzer 38(t) als Spritzgussmodelle von Esci ( jetzt Italeri) und UM, von Attack gibt es Spritzguss/Resine-Kombibausätze.

Trotz seines hohen Alters gefiel mir der Esci-Bausatz bis jetzt besser.

UM bietet eine große Auswahl an Fahrzeugen auf dm Fahrgestell des 38(t), jedoch besonders bei den Panzerjägern und dem Jagdpanzer 38(t) kommen in meinen Augen die Neigungswinkel der Seitenpanzerungen überhaupt nicht hin. Dieser Eindruck ist inzwischen für den Jagdpanzer 38 widerlegt.

Im Bereich der Kleinserienhersteller habe ich einen "Bergepanzer 38" von Fine Scale Factory und einen Jagdpanzer 38 (t) von Attack. Auch Attack hat mehrere verschiedene Fahrzeuge auf 38(t) im Angebot, da mich die Qualität dieses nicht gerade billigen Resinebausatzes (mit Ätzteilen) nicht überzeugen konnte, habe ich bishger vom Kauf weiterer Modelle dieses Herstellers abgesehen.

In einem ziemlich eingestaubten Karton fand ich noch einige angefangene Modelle und viele lose Teile,

außerdem habe ich noch einen Jagdpanzer 38(t) und einen Flammpanzer 38(t), welche ich vor viiiiielen Jahren von einem Modellbaufreund übernommen habe.

Zum einen werde ich hier die fertigen Modelle zeigen, zum anderen die angefangenen Modelle, vor allem um mich selber dazu zu motivieren, die Sachen endlich mal fertigzustellen.

 

Den Anfang macht mein kürzlich für meine BO-Truppen fertiggestellter Jagdpanzer 38(t) "132", Modell Esci. Das Fahrzeug wurde oob gebaut, lediglich am MG habe ich einen anderen Lauf angebracht und einTrommelmagazin ergänzt.

 

Als nächstes folgen ein Jagdpanzer 38(t) und Flammpanzer 38(t), die ich von einem Modellbaufreund übernommen habe. Dazu ein weiterer Jagdpanzer 38(t) von Esci, den ich vor ca.20  Jahren für ein Diorama gebaut habe, welches später bei einem Transport zerstört wurde. Der Jagdpanzer 38(t) blieb dabei unversehrt.

Das Esci-Modell weist Elemente der frühen wie auch späten Fertigung auf. Der Auspuff mit Flammtöter und das Leitrad mit 6 Löchern sind typisch für späte Produktionenbaulose. Die schmale Geschützblende wurde nur bei den frühen Fahrzeugen verwendet.

Ich habe mir für meinen aktuellen Bau  Teile vom Fujimi 1/76-Modell kopiert, diese entsprechen besser einem Fahrzeug später Fertigung.

Als nächstes folgen Bilder meiner alten Projektbox. Geplant war ein Diorama mit einem ausgefallenen Jagdpanzer, bei dem die Luken und Motorklappen offenstehen und einem Bergepanzer, der das Fahrzeug gerade in Schlepp nimmt, da eine reparatur vor Ort aussichtslos ist.

Dazu befindet sich noch ein Attack-Modell in der Schachtel, den wollte ich wohl mal aus den Resten fertigstellen und verramschen.

Bergepanzer und Jagdpanzer haben Ketten aus Zinn von FSF, ich konnte mal einen ganzen Haufen Reststücke in der Werkstatt von FSF "erbeuten".

Ein gedrehtes Rohr (ursprünglich für P IV, für den Jgdpz.38(t) gab es damals noch keines) habe ich dem Kleinen spendiert, die Geschützblende mit 2K-Spachtel ummodelliert.

Da alle Luken offenstehen sollen habe ich auch eine einfache Innendetaillierung vorgenommen. Motor und Getriebe sind für einen Panzer 38(t), aus Resine und von Attack. Der Rest ist scratch oder aus der Restekiste.

Jetzt noch das Modell von Attack, meiner Meinung nach basiert er, wie auch der Bergepanzer von FSF auf dem Esci-Modell.

Die hinteren Fotogeätzten Kettenabdeckungen habe ich für das Esci-Modell verwendet.


Irgendwie gruselt es mich ein bischen beim Anblick des Resine-Klumpens.

05.12.2014

Schon geht es weiter, der nächste Esci-Bausatz ist fast fertig, es fehlt nur noch das gedrehte Rohr, dann kann er auf die Lackierstraße.

Zeitgleich habe ich mich mit einigen UM-Bausätzen eingedeckt, inzwischen hab ich mir gedacht ich decke mal die ganze Bandbreite an Fahrzeugvarianten ab, die als Modell erhältlich sind.

Zunächst aber das, was da ist:

Das zusätzliche Werkteug stamm von MACO, die Winde aus der Grabbelkiste.


Außerdem habe ich dem "132" eine Antenne und Buschtarnung spendiert, hier noch ein paar neue Bilder.


14.12.2014

Ich habe ein gedrehtes Rohr für P IV L/48 von MicroRealistixx gefunden. Das ist schon ziemlich alt, die Mündungsbremse ist aus Zinn, nicht gedreht, gebohrt und gefräst wie die heutigen Teile. Somit kann ich es ohne die Mündungsbremse für meinen Hetzer von Esci verwenden, der damit fertig ist und in die Lackierei kann.

Dank des guten und schnellen Service von Mathias Conrad von MC - Modellbau, der meine Bestellung an seinem letzten Arbeitstag vor seinem Weihnachtsurlaub nicht nur entgegengenommen sondern auch sofort zusammengestellt, verpackt und versand hat, habe ich nun reichlich UM-Bausätze liegen und bereits den ersten davon fertig.

Es handelt sich um den Bausatz UM 354 15 cm sIG 33/2 auf Jagdpanzer 38(t). Ich habe einige Bilder von einem Prtotypen gefunden, angeblich sollen von Dezember 1944 bis Kriegsende bei BMM 30 Stück gebaut worden sein.

Da der Jagdpanzer 38(t) gegenüber dem Panzer 38(t) einige Änderungen im Fahrwerks- und Wannenbereich erfahren hat, vermute ich das in Hinsicht auf eine Einstellung der Produktion des Panzer 38(t) zugunsten des Jagdpanzers 38 (t) Überlegungen angestellt wurden, dieses Fahrzeug für die Herstellung der 15 cm sIG 33 Selbstfahrlafetten heranzuziehen. Zweck wäre die Ablösung der 15 cm Sfl. auf Pz.38(t) in den schweren Infanteriegeschütz-Kompanien der Panzergrenadier-Regimenter.

Die Gründe für eine Einstellung des Projektes wären vielfach. So die zu geringe Produktionskapazität, die es nicht erlaubt hätte die wertvollen Jagdpanzer-Fahrgestelle für die Produktion von Sfl. abzuzweigen.

Der beengte Kampfraum läßt eine geringe Munitionsaustattung vermuten..

 

Zum Bausatz von UM: Ich bin nie ein grosser Freund von UM-Bausätzen gewesen - dieser hier hat mich sehr positiv überrascht. Eine gute Detaillierung, ordentliche Paßgenauigkeit und fast kein Grat. Dazu sinnvolle Ätzteile und einige Bauteile bleiben für die Restekiste übrig -  Bastlerherz was willst Du mehr.

Besonders gut gefällt mir die Segment-/Einzelgliederkette aus Hartplastik, die Einzelglieder passen genau um das Triebrad, so das man keine Zähne desselben wegschneiden muß. Das ist nicht selbstverständlich.

Ich habe das Rohr durch ein Drehteil aus dem Hause Armorscale ersetzt - das mußte einfach sein.

Das Rohr paßte von der Länge her nicht genau, da mußte ich etwas anpassen.

Der Notek-Scheinwerfer ist auch nicht so doll, den habe ich durch ein Resineteil ersetzt.

Da es sich um einen Prototypen handelt, will ich ein Fahrzeug in der Truppenerprobung darstellen. Wegen der beengten Verhältnisse im Fahrzeug hat die besatzung mit Winkeleisen zwei Halter für Kisten auf den Motorklappen improvisiert, an der Seite hängt ein aufgerolltes Tarnnetz.

15.12.2014

Kleiner Nachtrag zum sIG 33auf Jagdpanzer 38(t):

Ich habe als Vorlagen nur die wenigen Bilder des Prototyps und einige Zeichnungen im Internet finden können sowie ein bischen was im Spielberger-Band zu den Panzern 35(t) und 38(t).

Auf den Fotos vom Prototyp ist nicht eindeutig zu erkennen, ob die oberen Panzerbleche auf die Wanne geschweißt sind oder anderweitig befestigt. Persönlich vermute ich, das die Bleche von Innen verschraubt sind - aber da es ein sehr seltenes Fahrzeug ist und ich die Technik mittels gezogenem Gußast Schweißnähte zu erstellen mal ausprobieren wollte, habe ich die Idee von einer Zeichnung des Fahrzeuges aufgegriffen.

Außerdem habe ich mich gefragt, wo zum Teufel das Zf durch die geschlossene Panzerung durchvisieren soll und habe deswegen einem ersten Impuls folgend einen Schlitz in den Schild vor dem Zf gebohrt. Erst dann habe ich nochmal auf das Foto geschaut und festgestellt, das da definitiv kein Loch im Panzerblech ist. Ich habe dann Bilder von diversen 15 cm Sfl. "Grille" studiert und bin nun der Meinung, das das Zf wohl über den oberen Rand schauen muß. Ein Schnitt, etwas Rundprofil zum verlängern, fertig ist der Lack.

17.12.2014

Als nächstes folgt der Jagdpanzer 38(t) starr, UM 358.

Das Vorbild basiert auf der Vorgabe, den Jagdpanzer 38 (t) auf Dieselmotor umzurüsten und die 7,5 cm Pak 39 rücklauflos einzubauen. Die Kräfte des Rückstoßes beim abfeuern sollten dabei durch den ganzen Panzer aufgenommen werden.

Insgesamt wurden 4 Prototypen und eine 0-Serie von 10 Stück zwischen Dezember 1944 und April 1945 gefertigt. Eine Umstellung auf Dieselmotor erfolgte dabei wohl aus Mangel an Motoren nicht.

Der Aufbau wurde im hinteren Bereich etwas erweitert, die Kommandantenluke konnte so vergrößert werden. Neben dem Scherenfernrohr erhielt der Kommandant jetzt auch ein Periskop in der Luke, beide waren 360° drehbar.

 

Der Bausatz ist gut, durch den modularen Aufbau sind viele Spritzlinge in den UM-Bausätzen für die Hetzer-Varianten gleich.

Gegenüber meinen Vorbildfotos (hauptsächlich im Spielberger-Band "Leichte Jagdpanzer") weist der Bausatz einige kleinere Fehler auf.

Die Leiträder waren zwar die Ausführung mit 6 Löchern, allerdings wiesen sie beim "starr" Versteifungsrippen auf, welche beim UM-Bausatz fehlen. Mit etwas Rundprofil läßt sich da leicht Abhilfe schaffen.

Die Hauptbewaffnung konnte aufgrund des rücklauflosen Einbaus etwas mehr zur Mitte verlegt werden, dies ist (wohl dem modularen System geschuldet) beim Modell nicht wiedergegeben. Das sollte sich leicht korrigieren lassen, ich habe in diesem Fall darauf verzichtet.

Die fotogeätzten Kettenblechhalter am Heck stehen beim "starr" nicht wie üblich im 90°-Winkel sondern 45° grad nach hinten. Das habe ich erst nach dem Bau bemerkt, ich habe mich entschlossen auch das an diesem Modell nicht zu korrigieren.

 

 

 

 

25.12.2014

Auch zu Weihnachten geht es weiter, diesmal war der UM 357 Bergepanzer 38 dran, allerdings als (fiktiver ?) Truppenumbau mit 12 cm Granatwerfer 42.

Geplant war, alle Einheiten, welche mit Jagdpanzer 38 ausgerüstet waren auch mit Bergepanzer 38 auszustatten um Ihnen ein adäquates Bergemittel zur Verfügung zu stellen.

Vor längerer Zeit las ich in einem Artikel, das eine Volksgrenadier-Divison, welche alle Ihre Jagdpanzer 38 im Einsatz verloren hatte über einen einzelnen Bergepanzer 38 verfügte. Dieser ist angeblich mit einem 12 cm Granatwerfer 42 ausgerüstet worden, nachdem er als Bergefahrzeug nutzlos war. Leider gab es keine näheren Angaben zu dem Fahrzeug noch kann ich den Artikel wiederfinden.

Da aber ein Einbau des 12 cm GrWfr.42 in den Jagdpanzer 38 D projektiert war, halte ich es nicht für unmöglich, das diese Idee auf Erfahrungen mit einem Truppenumbau entstanden sein könnte. Und da der Jagdpanzer 38 auch als Waffenträger für 15 cm sIG 33 offenbar funktioniert hat, sollte auch der 12 cm Gr.Wfr.42 technisch machbar gewesen sein.

 

Da es sich beim UM - Bausatz um eine späte Ausführung handelt, habe ich wieder wie beim Jagdpanzer 38 Starr mit Plastikprofilen die Schürzenhalterungen vergrößert. Bei den späteren Ausführungen waren die Enden der vorderen und hinteren Schürze nach innen gebogen, um ein verkanten und abreissen an Hindernissen zu verhindern. Dazu wurden die Schürzen etwas weiter aussen angebracht.

Ebenso habe ich zwei einfache "Flacheisen-"Halter aus Plastikprofil auf der Bugpanzerung angebracht als Halterung für die Bodenplatte des Granatwerfers, damit man den Werfer auch vom Fahrzeug abgesetzt verwenden kann.

Die obere Panzerung wurde frei Hand ebenfalls aus Plastikprofilen erstellt. Da es ein Truppenumbau sein soll, wurden wieder Schweißnähte mit Hilfe von gezogenenem Gußast aufgebracht.

 

 

 

 

Im Innenraum habe ich ein klein wenig nachdetailliert, es fehlen noch jede Menge HAlter für Werfergranaten. Vorne rechts an der Bugpanzerung vor dem Werfer ist bereits ein Halter für die Bereitschaftsmunition eingebaut, es fehlen noch einige Wurfgranaten.


An der Rückwand befinden sich die Funkgeräte, außerdem habe ich die Kardanwelle, die in Bodenhöhe liegt, durch ein Rundprofil angedeutet.


Als nächstes habe ich mir den Aufklärungspanzer 38 mit 7,5 cm L/24 auf den Basteltisch gelegt.

04.01.2015

Wie schnell man doch nach den Feiertagen wieder im alten Tritt ist. Eben war noch Vorweihnachtszeit und -hektik, nun ist das neue Jahr schon 4 Tage alt.


Ich habe etwas Zeit gefunden neben vielen anderen Dingen auch eine weitere Hetzer-Variante zu bauen. Vorgenommen hatte ich mir den Aufklärungspanzer auf Jagdpanzer 38 - Basis mit 7,5 cm L/24. Ich habe mich dann jedoch zu einem Umbau entschlossen und die 7,5 cm L/24 gegen eine andere Bewaffnung ausgetauscht.

Und zwar gegen einen 2 cm Flak-Drilling wie er u.a. im Sd.Kfz.251/21 verbaut wurde.

Belegt ist der Truppenumbau einer solchen Waffe in einen Bergepanzer T 34, daher dachte ich mir könnte es ja genausogut möglich sein, das o etwas mit einem Bergehetzer gemacht wurde.

Da ich gerade keinen Bergehetzer auf Halde liegen habe und sich der Bausatz der Aufklärungsvariante im wesentlichen nur durch den Einbau der Waffe und der seitlichen Panzerbleche unterscheidet, habe ich auf diesen Bausatz zurückgegriffen.

Ich habe dabei meinen Flakdrilling von CMK aus dem Sd.Kfz.251/21 genommen, da dieser nicht fest eingeklebt ist. Bis ich eine weitere Lafette finde, kann ich Ihn einfach umstecken.

08-01-2015

Schlag auf sSchlag geht es im neuen Jahr - da ich erstmal mit den Umbauten durch bin und den Bau dieser UM-Bausätze inzwischen fast im Schlaf kann, kann ich den Ausstoß im Moment etwas erhöhen.

Es folgt die 10,5 cm StuH 44/2 (UM 359, bis auf das gedrehte Rohr von RB komplett aus der Schachtel gebaut. Wie schon bei den anderen Bausätzen ist die Qualität und Paßgenauigkeit gut bis sehr gut, wenig Grat, ein paar sinnvolle Ätzteile gehören zum festen Programm der Hetzer-Bausätze von UM.

Nur ein kleines Ärgernis gab es, das beiliegende Motordeck ist falsch, am oberen Ende fehlen die kleinen Luken für Komandant und Richtschütze. Vielleicht granier ich das noch nach und scratche die Scharniere, mal sehen.

Und hier ein kleiner Zwischenstand:

09.01.2015

Weier geht es mit dem Befehlspanzer 38 (UM 356), gebaut aus der Schachtel mit gedrehtem Rohr von RB. Ich hoffe, das Lackieren flutscht dann genauso wie der Bau der Teile. Aber immerhin, wenn ich mit dem Bau aller geplanten Varianten durch bin, habe ich reichlich Fahrzeuge zu lackieren, da lohnt es sich die Airbrush in Betrieb zu nehmen.

09.01.2015 die Zweite: Was das basteln angeht, war es ein produktiver Tag und so kann ich gleich noch den Hetzer frühe Ausführung ( UM 352) präsentieren.

In diesem Bausatz waren endlich mal andere Decals als der Standardbogen der in fast jedem Bausatz liegt, darunter eine ganze Reihe für Beutefahrzeuge.

Die Ätzteile dagegen waren eine Qual, da anscheinend nicht ordentlich weggeätzt. Die Platine war deutlich dicker als die der anderen Bausätze, das Metall war auch messing- statt kuferfarben. Das schneiden und biegen war eine Qual !

11.01.2015

Kein Tag ohne Hetzer könnte man schon fast sagen. Gestern habe ich den Flammpanzer fast fertigbekommen, mußte heute nur noch das MG aufs Dach bauen und das war es.

 

Allerdings ist mir beim Bau der vielen UM - Bausätze inzwischen aufgefallen, das die Zusammenstellung der verschiedenen Bauätzkomponenten nach Früh, Spät, Befehls- und Flammpanzer anscheinend etwas willkürlich erfolgt und die Unterschiede eigentlich nur im Ätzteilrahmen und den Decals liegen.

Man kann bei diesen Bausätzen aus jedem Bausatz fast alle Varianten bauen, da alle Bauteile in jeder Variante mit geschlossenenm Aufbau vorhanden sind.

Ich könnte aus dem Bausatz des Befehlspanzers genausogut einen Flammpanzer bauen und aus dem Flammpanzer einen frühen oder späten Jagdpanzer oder Befehlspanzer.

Ärgelich beim Flammpanzer ist, das zwar MGaufnahme und MG am Spritzling sind, aber das MG - Schild am Ätzteilrahmen fehlt. Laut Bauplan soll kein MG auf das Dach, von daher ist es logisch. Aber auf zumindest einem Bild vom Flammhetzer "S14" meine ich das Dach-MG-Schild zu erkennen. Zum Glück habe ich auf einem alten StuG IV noch ein geätztes MG-Schild gehabt. Als flugs das StuG gerippt und das Teil für den Flammpanzer hergenommen.

Beim frühen Jagdpanzer 38 hätte die Abschleppvorrichtung hinten drangehört, sie ist im Bausatz jedoch nicht vorhanden. Dafür habe ich sie aus einem anderen Bausatz über und werde Sie wohl "nachrüsten".

 

Wenn man also vor dem Kauf eines Bausatzes genau schaut, was wo drin ist, kann man fürs gleiche Geld eine bessere Wahl treffen als den vom Hersteller vorgesehenen Bausatz.

 

 

 

 

 

18.01.2015

Das Tempo hat sich etwas verlangsamt, aber ich habe wieder 2 Hetzer-Varianten zusammen. Als erstes den Jagdpanzer 28 späte Ausführung und, gerade fertiggeworden der Aufklärungspanzer 38 mit 7,5 cm L/24 ("Stummel").

Somit stehen noch 2 Modelle auf dem Plan, der Bergehetzer und Aufklärungspanzer 38 mit 2 cm Flak 38.

Hier aber erstmal die aktuellen Bilder:

Am Aufklärungshetzer 7,5 cm L724 fehlen noch die Antennen, einmal die normale 2 m Antenne auf der rechten Seite plus links eine Sternantenne.

Der Innenraum des UM - Bausatzes ist leider etwas ärmlich, da es hier aber vorrangig um Spielmodelle für meine BO-Armee geht, werde ich später nur Munition und 2 Mann Bedienung einbauen und auf einen aufwendigen Innenausbau verzichten. Sicherlich werde ich mir aber diese Modelle später nochmal bauen für das ein oder andere Diorama - und da werde ich dann doch wesentlich mehr Arbeit investieren.


Um den Arbeitaufwand selbst solcher "Schnellbauten" mal zu zeigen, vorab ein Bild meines Basteltisches nach 2,5 Stunden basteln am Stummel-Hetzer. Die meiste Zeit ging erstmal mit Teileversäubern drauf.

14.05.2015

Nachdem ich lange Zeit keine Jagdpanzer 38 mehr sehen konnte, habe ich mich aufgerafft und eine weitere Variante abgearbeitet - den Bergepanzer 38 (Bergehetzer).

Wieder aus der Schachtel gebaut, einzig das Drahtseil mit Kausche und die Öse an der Schaufel zum Heben und Senken des Erdsporns habe ich ergänzt.

Der Innenraum ist wieder sehr vereinfacht und falsch im Bausatz wiedergegeben, da man die eingebaute große Winde normalerweise sieht. Das was hier als geschlossener Kasten im Innenraum dargestellt ist, ist eigentlich nur eine oben angebrachte Ablage, der Platz darunter ist offen, da steht auch die Winde.

Egal, für das Projekt passt es schon.

Und das ist der aktuelle Stand:

Links außen: Bergehetzer

vordere Reihe von links nach rechts: StuH 44, Jagdpanzer 38 Starr, Befehlspanzer, späte Ausführung, frühe Ausführung

hintere Reihe: Drilling 151/20, 12 cm Gr.Wfr.43, Aufklärungspanzer 7,5 cm L/24, 15cm sIG 33, Flammpanzer 38

17.05.2015

Ein Freund hat mir eine Zeichnung von Hilary Doyle geschickt von einem Aufklärungspanzer 38 mit 2 cm Flak 38 in Hängelafette - mit einem Aufklärungspanzer 38 7,5 cm L/24 und dem Turm des Aufklärungspanzer 38(t) von UM ging der Umbau sehr zügig.

25.05.2015

Da sich doch eine ganze Menge Fahrzeuge aufgestaut haben, welche auf ihre Lackierung warten, habe ich dieses Wochende meinen Kompressor angeschmissen und angefangen, dunkelgelb zu lackieren. neben den 13 Hetzern waren auch noch Königstiger, StuG III und Jagdpanzer IV dabei.

 

Ein Modellbaufreund hatte mich vor Kurzem auf Decals der Fa. Peddinghaus für die "Kreistarnung" oder Licht/Schatten-Tarnung aufmerksam gemacht. Diese besteht aus kreisrunden grünen und braunen Flecken, die sich teilweise überschneiden. Diese Tarnung ist besonders auf einigen Fahrzeugen der Ardennenoffensive II gut zu erkennen. Mir ist auch ein Bild von einem Jagdpanzer 38 mit dieser Tarnung bekannt.

Ich habe mir also gleich ein paar Sätze bestellt, diese sind aufgrund technischer Probleme im Peddinghaus-Shop etwas später gekommen als erhofft, aber egal- da ist da, insgesamt hat es super geklappt. Ich habe auch schon angefangen die Decals zu verarbeiten und muß sagen, die funktionieren einwandfrei. Die folgenden Bilder sind bei strahlendem Sonnenschein gemacht, bessere Bilder folgen demnächst.

27.05.2015

Da ich beim Zusammenbau der Hetzer nicht im entferntesten daran gedacht habe, das ich Decals für die Tarnlackierung verwenden würde, gestaltet sich das anbringen derseölben recht aufwendig. Es ist etwas unglücklich in meinen Augen, das es sich die Decals komplett auf einer Trägerfolie befinden; somit ist sejr viel zuschnreiden angesagt. Aber der Aufwand lohnt sich in meinen Augen.

Wichtig beim aufbringen der Decals ist aber ein vernünftiger Weichmacher, damit sie sich den Details schön anpassen. Die Decals sind sehr dünn und passen sich selbst kleinsten Details an.

So ein Decal-Bogen reicht je nach Größe des Modells für ca. 1 Fahrzeug; bei den Hetzern bleibt einiges über, bei großen Fahrzeugen könnte es knapp werden.

Zum Aufbringen der Decals verwende ich Mr.Setter und Mr.Softer, ähnliches gibt es aber auch von anderen Herstellern. Ich hab es mal irgendwo auf einer Ausstellung mitgenommen und in 1 /72 kommt man ellenlang damit hin.Und Tipps zu einfachen Hausmitteln finden sich im Netz auch genug.

Auf den letzten Bildern kann man gut sehen, wie schön die Decals sich an die Details anpassen - selbst feine Nieten und Vertiefungen kommen deutlich raus.